Meldungen aus dem Bezirksverband Köln-Aachen

Stadt Leverkusen tritt dem "Riga-Komitee" bei

Die Stadt Leverkusen ist am 19. September im Rahmen eines Festaktes als inzwischen 57. Stadt dem im Jahre 2000 gegründeten "Riga-Komitee" beigetreten.

Leverkusen. Gemeinsame Aufgabe des Komitees und des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind der Erhalt und die Pflege der Gedenkstätte Riga-Bikernieki in Lettland. Dorthin waren 1941/42 tausende deutsche Juden deportiert und ermordet worden.

Der Oberbürgermeister Uwe Richrath und der Landrat des Kreises Euskirchen Günter Rosenke in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Bezirkes Köln-Aachen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. erinnerten in ihren Reden an dieses schreckliche Ereignis verbunden mit der sehr nachdrücklichen Mahnung, so etwas nie wieder zuzulassen.


Gedenken an ermordete Menschen

Der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau hatte in seiner Funktion als Schirmherr des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Gründung des Riga-Komitees ins Leben gerufen. Den heutigen Festakt hatte die Stadt daher auch gemeinsam mit dem Volksbund gestaltet. Die geladenen Gäste, darunter auch Schüler des Landrat-Lucas-Gymnasiums und der Montanus-Realschule, erlebten eine würdige Feierstunde, eingerahmt von Beiträgen des Klezmer-Ensembles der Musikschule.


Namen der Leverkusener Opfer verlesen

Die Namen der 12 namentlich bekannten Leverkusener Bürger wurden verlesen, die 1941/42 mit Zügen von Köln-Messe/Deutz und von Düsseldorf-Derendorf nach Lettland deportiert worden waren. Dort erwartete die meisten von ihnen die Erschießung im Wald Bikernieki bei Riga.

Uwe Richrath für Leverkusen und Günter Rosenke für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterzeichneten gemeinsam die Urkunde zum Beitritt der Stadt Leverkusen in das Riga-Komitee. Im Januar 2018 hatte der Rat der Stadt Leverkusen entschieden, dem Komitee beizutreten.


Deutsch-lettische Jugendbegegnungen

In ihren Reden erinnerten sie an das grausame Schicksal der Opfer. Sie wiesen darauf hin, dass das Riga-Komitee für die Erhaltung der Gedenkstätte in Riga aufkomme und sich maßgeblich für die Begegnungen von deutschen und lettischen Jugendlichen am Ort der Taten engagiere.

Hierzu stellt Frau Jana Moers (Bildungsreferentin im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge) sehr eindrucksvoll in einem Powerpoint-Vortrag die Bildungsarbeit des Volksbundes am Beispiel der Workcamps speziell in Riga dar.

OB Richrath ermunterte die anwesenden Schülerinnen und Schüler an solchen Jugendbegegnungen teilzunehmen. An alle Anwesenden appellierte er, sich aktuellen antidemokratischen, von Menschenhass geprägten, Entwicklungen in der deutschen Gesellschaft entgegenzustellen.


Heute "Farbe bekennen"

Er sagte: "Deshalb  ist es heute wichtig, Farbe zu bekennen. Ich begrüße es daher sehr, dass die Stadt Leverkusen Mitglied im Riga-Komitee wird."

 


(Text und Bilder: Presseinformation der Stadt Leverkusen)


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