Meldungen aus dem Bezirksverband

Erinnerung an britische Kriegstote 

Stiftung übergibt namhafte Spende

Freuen sich über die bedeutende Spende: Thomas Kutschaty (lks., Volksbund) und Beata Waldschmidt (Quentin-Drage-Stiftung); Foto: Lars Gringmuth (Commerzbank)

Köln/Bonn/Essen. In Zeiten, in denen der Ärmelkanal breiter zu werden scheint, müssten Brücken, Tunnel, See- und Luftwege gebaut und vor allem Kontakte gut gepflegt werden. Darauf zielt eine namhafte Spende der noch jungen Quentin-Drage-Stiftung mit Sitz in Bonn, die der Volksbund vor Kurzem erhielt. Über 12.000 Euro beläuft sich der symbolische Scheck, den der Vorsitzende des Landesverbandes NRW, Thomas Kutschaty, auf dem Kölner Südfriedhof aus den Händen des Stiftungsvorstandes entgegennehmen durfte. 


Der Erlös der Stiftung soll dem „Andenken an Kriegsopfer“ zu Gute kommen. So hat es die Initiatorin der Stiftung, die verstorbene Bonnerin Wilna Fausten, in ihrem Testament verfügt. Der Ort der Scheckübergabe, „Cologne Southern Cemetery“, die Kriegsgräberstätte des Commonwealth  auf dem Kölner Südfriedhof, war nicht zufällig gewählt. Denn die britischen Kriegstoten lagen der Stifterin besonders am Herzen. 


Aus sehr persönlichen und tragischen Gründen, wie Vorstandsmitglied und Großnichte der Stifterin, Beata Waldschmidt, verriet: „Meine Großtante hatte vor dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich einen jungen Mann aus Großbritannien kennen- und liebengelernt und sich mit ihm verlobt.“ Wie viele andere Leben und Schicksale zerstörte der Krieg allerdings auch diese Liebe. Denn besagter Brite kam als Pilot der Royal Air Force in Italien ums Leben. Den Schmerz über den Verlust hat Wilma Fausten nie verwunden. In Erinnerung an ihren Verlobten Quentin Drage und mit dem Wunsch nach Verständigung hat sie eine Stiftung gegründet und nach ihm benannt. So bleibt die Erinnerung über ihren Tod hinaus lebendig und wirksam.


Diesem Wunsch wolle der Volksbund gern Rechnung tragen, versichert Thomas Kutschaty. Denn der Volksbund engagiere sich bereits seit Langem für die deutsch-britische Verständigung: „Wir organisieren jährlich ein Jugend-Workcamp in England; wir fördern deutsch-britische Schulprojekte auf Kriegsgräberstätten, wir haben erst kürzlich einen Kreativwettbewerb der britischen Organisation `Never such innocence` unterstützt, und wir besuchen regelmäßig die Kriegsgräberstätten des Commonwealth in Westflandern,“ listet er die Bezüge des Volksbundes zu den britischen Nachbarn auf.


Deshalb sehen auch die beiden anderen Vorstandsmitglieder, Jürgen Heeg und Christian Neesemann von der Commerzbank Bonn den Willen der Stifterin beim Volksbund in guten Händen. Und es bleibt zu hoffen, dass dadurch der Wert der deutsch-britischen Freundschaft im Bewusstsein bleibt. 
 

Text: Stefan Schmidt (Volksbund)

Fotos: Lars Gringmuth (Commerzbank)

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