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Meldungen aus dem Bezirksverband Köln-Aachen
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Erinnern, begegnen, verbinden

Die trinationale Jugendbegegnung lud zur Abschlussveranstaltung auf der Kriegsgräberstätte Rurberg

Gedenkveranstaltung auf der Rurberger Kriegsgräberstätte

Bürgermeister Bernd Goffart spricht auf der Gedenkveranstaltung der trilateralen Jugendbegegnung "Against Forgetting" auf der Rurberger Kriegsgräberstätte Volksbund NRW


Simmerath-Rurberg. Am Montag ging die trilaterale Jugendbegegnung “Against forgetting – The suffering of Soviet prisoners of war” (dt.: Gegen das Vergessen – Das Leid sowjetischer Kriegsgefangener) auf der Rurberger Kriegsgräberstätte zu Ende. Bürgermeister Bernd Goffart begrüßte die Jugendlichen und Gäste und hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Erinnerns und Gedenkens hervor. Er betonte, wie wichtig zentrale Gedenkorte wie die Kriegsgräberstätte Rurberg seien, um mehr über die Geschichte zu erfahren. Die hier bestatteten Zwangsarbeitskräfte waren nach dem Zweiten Weltkrieg im öffentlichen Gedenken kaum als Opfergruppe präsent und rückten erst in den letzten Jahren in den Fokus. 

Im weiteren Programm unterstrichen die Jugendlichen die Relevanz von Gedenkorten und führten aus, dass der grenzüberschreitende Dialog in den gegenwärtigen politischen Verhältnissen von großer Bedeutung sei. Mit einem Gedicht und einem Musikstück, zu dem eine Teilnehmerin tanzte, bekamen die Beiträge und ihre Gedanken eine besondere Dringlichkeit. 

Die trilaterale Begegnung, an der Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina, Frankreich und Deutschland teilnahmen, begann am 15. Juli in Köln und geht am 22. Juli in die Tagung “Against Forgetting” in der Jugendbegegnungsstätte in Ysselsteyn über. Die Themen waren während des Camps alles andere als ruhig und bedächtig: In Köln und in der Eifel untersuchten die Jugendlichen den menschenverachtenden Charakter des NS-Regimes und befassten sich in Workshops und Führungen mit den schleichenden Entrechtungen, den brutalen Verschleppungen und schließlich den katastrophalen Lebensbedingungen in den Lagern. 

Die 2322 Gräber auf der Kriegsgräberstätte Rurberg zeugen von diesem düsteren Kapitel der Geschichte. Mittels der digitalen Führung mit Actionbound über den Friedhof erfuhren die jungen Menschen, dass deutschlandweit Zwangsarbeitskräfte eingesetzt waren und dass sie nicht nur in der Eifel in Fabriken und in der Landwirtschaft arbeiten mussten. Hunger, Kälte, Gewalt und der Tod waren ihre ständigen Begleiter. 

Das trilaterale Projekt organisierte der Volksbund zusammen mit den Partnern Zen Ècolier (Frankreich) und OGBiH-JD (Obrazovanje gradi Bosnu i Hercegovinu-Jovan Divjak; Bosnien-Herzegowina).

Text und Bilder: RG Rheinland